Nach den üblichen Vorreden von Veranstalter, Kuratoren und Sponsoren, strömte das erlesene Publikum durch die lichtdurchfluteten Säle der Kunstsammlung, als ginge es um Rembrand oder Da Vinci. Imposant die Werke des Becherschülers, aufgeteilt in bekannte Werkgruppen, wie Architektur, Museen, Familienportraits und Dschungel und jetzt auch noch Anlagen der Hightectechnologie.
120 großformatige Arbeiten, im Durchschnitt ca. 200 X 150 cm groß, perfekte Aufnahmen mit der Großbildkamera, astrein präsentiert. Einiges kam mir sogar „zu perfekt“ daher, z. B. machten einige Dschungelbilder auf mich den Eindruck von Fototapete. Dennoch kann den „kleinen Knipser“ angesichts der Pracht schon der blanke Neid packen. “Was macht eigentlich den Unterschied zu meinen Bildern?”, mag er sich fragen. Da fallen mir spontan ein: Eine Plaubel-Großbildkamera, die handtuchgroße Filme aufnimmt, und einen Assistenten (oder zwei), der sie trägt. Dazu eine hydraulische Hebebühne oder ein Gerüst für das Team. Wenn´s sein muss wird der Petersplatz oder das Brandenburger Tor für die Öffentlichkeit eben gesperrt, kein Problem! Abers sonst sehe ich da kaum einen Unterschied.
Der Mann ist im Geschäft bei Museen und Banken, Geld spielt keine Rolle! Ja und dann hat er noch geschätzte 35 Jahre lang Erfahrungen gesammelt. Das macht den Unterschied! Die Ausstellung geht bis 19.06.2011
Nachdem dem vielgescholtenen Noch-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sein Doktortitel aberkannt worden ist und er auf der Rangliste der “meistgeliebten” Politiker seinen Spitzenplatz verloren hat, sucht er neue Herausforderungen, die ihm mehr liegen – denn das Ministeramt dürfte auch bald “perdü” sein.
WUPPERKLICKER macht sich Sorgen um die Zukunft unseres KTvG. Wann hat es seit Franz-Josef Stauß ein solches Ausnahmetalent in Deutschland gegeben?
Doch jetzt die gute Nachricht: Karl-Theodor zu Guttenberg wurde auf Anhieb zum neuen Prinzen der Wuppertaler Narren gewählt und er fühlt sich offenbar sauwohl dort: “Endlich kann ich meine wahren Qualitäten ausspielen und zeigen was in mir steckt” waren seine Worte. Wir freunen uns über das frische Gesicht und rufen ein dreifach-donnerndes Wuppdicka!!!
Und einen neuen Titel hat´s auch nocht.
Die Skyline von Frankfurt nähert sich immer mehr der von Manhattan/NYC an. Die Stadt strotzt nur so vor Geld. Alles Stahl (rostfrei), Glas und Marmor.
Eye voll die goldenen Wasserhähne, während Wuppertal über die Wupper geht! Das ist der eigentliche Skandal!
Wer sich als Kulturmetropole einen Namen machen will, muss regelmäßig alle paar Jahre ein Festival ausrichten. So kennen wir die Documenta in Kassel, die Biennale von Venedig, die Triennale di Milano und neuerdings auch die Quadriennale von Düsseldorf. Und Wuppertal, die klamme Kommune im Bergischen Land??? Nottingham, nada, nichts!!!
Doch die weisen Führer dieser traditionsreichen Großstadt hatten eine geniale Idee: „Wir schaffen ein Festival, bei dem jede/r kann mitmachen, der/die noch ein bischen flüsssig ist, das wird der Stadt keinen Cent kosten und ist bisher einmalig in der Welt. Dann können wir endlich mit den „großen Hunden pinkeln!“ Geboren war die URINALE 2011!

Das einzige Problem war dann der schwindende Schnee, deshalb konnte man den Zeitpunkt des Festivals nur ungefahr festlegen, aber was tut man nicht alles für den Bürger?
Die Silversterschlacht ist geschlagen (Sieger unbekannt) und sobald der Schnee getaut ist, sind sie wieder da, die alten Baustellen. Frei nach Sepp Herberger: “Nach dem Spiel ist vor dem Spiel…”
Packen wir´s an!
Der enorme Schneefall verdeckt gnädig die zahlreichen Schmuddelecken der Stadt
und verwandelt Kleingärten in “Urlaubslandschaften”.
WUPPERKLICKER wünscht Euch:
Nein, hier geht es einmal nicht um einen bayrischen Fußballclub, sondern um die Zukunft unserer Bergischen Heimat! Wir sprechen hier natürlich vom Bergischen Löwen. Er wird eingefercht und gegängelt und in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt, dass es eine Schande ist. Man setzt ihm Hörner auf! Wir fordern: Laßt den Löwen wieder laufen!
Es bleibt nicht mehr viel Zeit,
dann wird das Wasser abgestellt.
Der restliche Zement muss noch verarbeitet werden.
Die Möbel müssen rein, die Zwiebel raus.
Die Fahnen runter und alles einpacken.
Denn dann haben sie hier das Sagen:
Mäuse, Vögel, Eichhörnchen, Kaninchen,
Wildkatzen, Füchse, Kojoten, Wölfe…
und dann ist Herbst am Leo-Witte-Weg.
Bis 12. Dezember ist der Schweizer Künstler Jean Tinguely noch mit seinen verrückten mechanischen und Töne erzeugenden Skulpturen im Skulpturenpark Waldfrieden zu sehen. Ein irrer Typ, könnte durchaus auch Wuppertaler sein.
Die Arbeiten von Tony Cragg wirken in der Herbstlandschaft auf ihre Art.
Ein dritter Bildhauer fiel uns im Rahmen der WOGA am Wochenende auf: Martin Smida, der ab 26.11.10 in der Backstubengalerie (Wuppertal-Elberfeld) ausstellt.
Während sich Künstler und Galerien im Osten der Stadt entspannt zurück legen, haben es die im Westen noch vor sich, denn hier findet die WOGA erst am 30/31. Oktober statt. Für alle “Nicht-bildungsfernen-Bevölkerungsschichten” ein absolutes Muß!
Noch immer wird für das Wochenende gearbeitet, bis alles seinen Platz hat (hier: Hebebühne e. V. ,Mirker Str. 62). Alle Informationen: www.wogawuppertal.de/article/woga-2010
Zur Wiedereröffnung der Kunstsammlung NRW am Grabbeplatz (jetzt K20), zeigt das Haus 18 Rauminstallationen von Josef Beuys. Parallelprozesse. Um in Beuys´Welt einzutauchen empfehen wir einen Audioguide.
Am Platz gegenüber im im Kunstverein läuft die Ausstellung “Von realer Gegenwart. Marcel Mroodthaers heute”. Unsererseits heftiges Schulterzucken, Null Punkte.
Im K21 (Ständehaus) gibt es neben spektakulären Skulpturen unter der Glaskuppel, Fotografie vom Feinsten im Untergeschoss. Dazwischen jede Menge Installationen und tolle Arbeiten. Das K21 ist vielleicht die vielseitigste Ansammlung moderner Kunst in Düsseldorf.
Monika Sosnowska: The Staircase
NRW-Forum zeigt Fotografie: Nichts geht in Düsseldorf ohne die “Becherklasse” und die Bechers. Vieles davon hat man schon gesehen. Aber die Arbeiten von Steven Shore sind herausragend und deshalb empfehlen wir die Ausstellung “Der Rote Bulli”.
Die Projektionen aus dem 40-jährigen Schaffen von Katharina Sieverding sind sehenswert und originell.
Das Gesamtprogramm:
http://www.quadriennale-duesseldorf.de/ausstellungen_der_quadriennale_2010
















































