Nach den üblichen Vorreden von Veranstalter, Kuratoren und Sponsoren, strömte das erlesene Publikum durch die lichtdurchfluteten Säle der Kunstsammlung, als ginge es um Rembrand oder Da Vinci. Imposant die Werke des Becherschülers, aufgeteilt in bekannte Werkgruppen, wie Architektur, Museen, Familienportraits und Dschungel und jetzt auch noch Anlagen der Hightectechnologie.
120 großformatige Arbeiten, im Durchschnitt ca. 200 X 150 cm groß, perfekte Aufnahmen mit der Großbildkamera, astrein präsentiert. Einiges kam mir sogar „zu perfekt“ daher, z. B. machten einige Dschungelbilder auf mich den Eindruck von Fototapete. Dennoch kann den „kleinen Knipser“ angesichts der Pracht schon der blanke Neid packen. “Was macht eigentlich den Unterschied zu meinen Bildern?”, mag er sich fragen. Da fallen mir spontan ein: Eine Plaubel-Großbildkamera, die handtuchgroße Filme aufnimmt, und einen Assistenten (oder zwei), der sie trägt. Dazu eine hydraulische Hebebühne oder ein Gerüst für das Team. Wenn´s sein muss wird der Petersplatz oder das Brandenburger Tor für die Öffentlichkeit eben gesperrt, kein Problem! Abers sonst sehe ich da kaum einen Unterschied.
Der Mann ist im Geschäft bei Museen und Banken, Geld spielt keine Rolle! Ja und dann hat er noch geschätzte 35 Jahre lang Erfahrungen gesammelt. Das macht den Unterschied! Die Ausstellung geht bis 19.06.2011













